Lernortkooperation LOK: Drehgrill in Eigenbau

Donnerstag 25.07.2018

Dönerspieß übertrifft alle Erwartungen (Artikel des Schwarzwälder Boten)
Von Hans-Jürgen Kommert 26.07.2019

Furtwangen. Praktisch mit Beginn der Sommerferien zeigten die Schüler der Metall-gewerblichen Klasse 2MV1 (zweites Ausbildungsjahr metallverarbeitende Berufe) ihr diesjähriges Projekt zur "Lernort-Kooperation" Schule-Betrieb (kurz LOK).
Und das gleich mit durchschlagendem Erfolg - das Projekt stellte sich als "Döner-Drehspieß" dar, der gleich vor Ort den ersten Testlauf sehr erfolgreich bestand, zwei volle Spieße wurden an diesem Tag verkauft.
"Wir müssen uns da immer wieder etwas Neues einfallen lassen", berichtete Frank Haas, Fachlehrer Metalltechnik an der Robert-GerwigSchule. So habe eine frühere Klasse ein "Kettcar" gebaut, das noch immer gerne ausgestellt werde.
Auch ein so genannter "Smoker", eine Art Spezial-Grill, bei dem das Grillgut indirekt und dadurch mit recht niedrigen Temperaturen gegart wird, war bereits Gegenstand eines Projekts - das Problem sei dessen schiere Größe, sonst würde auch dieses Gerät gerne genutzt werden. Zudem daure die Zubereitung entsprechenden Grillguts recht lange, sei aber absolut lecker.
"Um einen direkten Erfolg zu zeigen, haben wir uns in diesem Jahr für den Döner-Drehspieß entschieden", so Haas. Das Projekt habe stets eine recht lange Anlaufzeit, da zunächst alle Teile einzeln gezeichnet werden müssten, je Schüler je nach Aufwand eines oder mehrere Teile. Anschließend bekomme jeder Schüler die Aufgabe, im Ausbildungsbetrieb die Teile nach Zeichnung anzufertigen - dabei bekam aber keiner der Azubis ein Teil, das er selbst gezeichnet habe.
"Das soll die künftigen Facharbeiter sensibilisieren, zum einen sehr sauber und genau zu zeichnen - und zugleich, die Zeichnungen Anderer genau zu realisieren - was nicht immer auf Anhieb geklappt hat. So manches Teil passte einfach nicht sofort.
Sicherheitsrelevante Teile wie die Gasversorgung mussten natürlich zugekauft werden", betonte Haas.

Nun, zur Präsentation, war das gute Stück der absolut Renner, die Puten-Döner gingen weg wie geschnitten Brot, die Azubis konnten ihren Ausbildern bei den verschiedenen Betrieben stolz ihr Projekt mitsamt Essbarem vorführen - und Haas hätte es gerne, wenn durch den Verkauf der leckeren Döner wenigstens die Investitionen in Gasanlage und Zutaten wieder hereinkämen. Und er stellte fest, dass nach der praktischen Präsentation nicht nur das aktuelle Projekt Begehrlichkeiten weckte, sondern auch der Smoker plötzlich wieder Thema wurde.

 

 




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